Baureihe 491 - "Der Gläserne Zug"


 

Der "Gläserne Zug" 491 001-4 im Mai/Juni 1989 im Hbf München

 

Der Ausflugstriebwagen 491 001-4 war der letzte seiner Art von insgesamt zwei Fahrzeugen. Sie wurden als Triebwagen 1935 von der Waggonfabrik Fuchs in Heidelberg und der AEG speziell für die panoramareichen Alpenstrecken Südbayerns und Österreichs beschafft. Bei der Deutschen Reichsbahn wurde er als Baureihe ET 91, bei der Deutschen Bundesbahn später als Baureihe 491 geführt. Der Volksmund gab diesen Fahrzeugen auf Grund ihrer bis dato noch nicht gekannten Freisicht den Übernahmen "Gläserner Zug". Nach dem der zweite Triebwagen ET 91 02 am 09. März 1943 durch einen Bombentreffer in München zerstört wurde, war nur noch dieses Exemplar vorhanden.

 

Bei einem Auffahrunfall am 12. Dezember 1995 in Garmisch-Partenkirchen durch die ÖBB-Lok 1044 235 mit ihrem RE 3612 Innsbruck-München  wurde er so schwer beschädigt, dass die Bahn von einer Aufarbeitung absah, obwohl Bahnchef Dürr dies damals mit guter Absicht in Aussicht stellte. Mit Datum 31.12.1997 wurde der Gläserne Zug aus den Bestandslisten der DB gestrichen und in das Eigentum des DB Museums Nürnberg überführt. Seit Mai 2005 befindet sich der Gläserne Zug im Bahnpark Augsburg. Der 491 001 hat in 60 Jahren mehr als 3,6 Millionen Kilometer zurückgelegt.